Jeder zugelassene Bildungsträger arbeitet dieselben Handlungsbereiche durch, auch wenn sich Gewichtung, Reihenfolge und didaktische Aufbereitung unterscheiden. Der Stoff verlangt sowohl Rechenkompetenz als auch Führungswissen und branchenspezifisches Handelsverständnis.
Handlungsbereich 1 — Unternehmensführung und -steuerung
Das betriebswirtschaftliche Fundament
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01Recht und Steuern BGB, HGB, Gesellschaftsrecht, Gewerbe- und Wettbewerbsrecht, Grundzüge der Steuerlehre.
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02Rechnungswesen und Controlling Buchführung, Bilanz, GuV, Kostenrechnung, Deckungsbeiträge, Kalkulation im Handel.
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03Finanzierung und Investition Finanzierungsformen, Kreditarten, Leasing, Investitionsrechnung, Liquiditätsplanung.
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04Unternehmensorganisation Aufbau-/Ablauforganisation, Prozessmanagement, Qualitätsmanagement, Strategieentwicklung.
Handlungsbereich 2 — Führung und Zusammenarbeit
Personalführung und Arbeitsrecht
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05Personalplanung und -auswahl Bedarfsermittlung, Stellenbeschreibung, Rekrutierung, Auswahlverfahren, Vertragsgestaltung.
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06Mitarbeiterführung Führungsstile, Motivation, Delegation, Konfliktmanagement, Teamentwicklung.
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07Arbeitsrecht Individualarbeitsrecht, Kündigungsschutz, Betriebsrat, Tarifvertrag, Arbeitsschutz.
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08Ausbildung (AEVO) Ausbildungsordnung, Ausbildungsplan, Durchführung. Oft als integrierter AEVO-Teil im Lehrgang.
Handlungsbereich 3 — Handelsmarketing und Handelslogistik
Der branchenspezifische Kern
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09Beschaffung und Einkauf Lieferantenbewertung, Verhandlung, Einkaufskooperationen, Sortimentsverantwortung.
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10Warenwirtschaft und Logistik Warenannahme, Lagerhaltung, Inventur, Warenfluss zum Point of Sale, Schwundprävention.
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11Sortiments- und Preispolitik Sortimentsbreite/-tiefe, Category Management, Preiskalkulation, Aktionspreise.
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12Marketing und Vertrieb Werbung, Verkaufsförderung, Omnichannel, Kundenbindung, Marktforschung.
Prüfungsgewichtung
Nicht jedes Thema geht gleich stark in die Endnote ein. Die typische Gewichtung nach Prüfungserfahrung:
Wie man mit dem Stoff umgeht
Die meisten Absolvent:innen berichten, dass Rechnungswesen und Controlling die härtesten Brocken sind — nicht wegen der Theorie, sondern wegen der Rechenroutine. Handelsmarketing hingegen ist der persönlich interessanteste Teil, weil er direkt auf den Alltag im Handel einzahlt.
Wer am Küchentisch plant: rechnen, lesen, hören. Zahlenfächer am Schreibtisch, Theorie unterwegs als Podcast, Rechtstexte zum Schlafengehen.
Was nicht Teil der Inhalte ist
Die Weiterbildung macht dich nicht zum Spezialisten für eine bestimmte Branche des Handels. Fachwissen zu Lebensmittelrecht, Textilverarbeitung oder Agrarhandel bringst du aus der Praxis mit. Ebenfalls nicht im Pflichtstoff: Sprachen, IT-Spezialkenntnisse, SAP-Bedienung.
Als nächstes
Wie die drei Prüfungsteile aufeinander aufbauen — und was eine „Situationsaufgabe" konkret verlangt — steht auf der Seite Prüfung Handelsfachwirt.